Wichtige Planungsgrundlage: Kleinräumige Bevölkerungsvorausschätzungen

Und plötzlich war unsere Schule bedroht

Die Gemeinde- und Regionalentwicklungsplanung wird immer stärker durch die Demografie bestimmt. Vielerorts geht die Einwohnerzahl zurück. Überall ist eine deutliche Verschiebung innerhalb der Altersstruktur zu beobachten.

Viele Kommunen spüren diese Entwicklungen in ihren sozialen Infrastruktureinrichtungen. Schulen und Kindergärten sind auf einmal nicht mehr ausreichend ausgelastet.

Und plötzlich stehen Schließungsdiskussionen im Raum, die wenige Jahre zuvor kaum jemand in der Bevölkerung für möglich gehalten hätte.

Leere Klassenräume = Alarmstimmung in der Kommunalpolitik

Die demografische Entwicklung bringt in immer mehr Gemeinden Schulen und Kindergärten in Bedrängnis.

"Jetzt schnell noch ein Neubaugebiet!"

Horcht man in die kommunalpolitische Diskussion hinein, gewinnt man manchmal den Eindruck, viele Kommunalparlamente wollten gegen diesen Trend anbauen: "Jetzt schnell noch Baugebiete ausweisen, damit die letzten jungen Familien noch zu uns ziehen."

Da Land auf, Land ab viele Gemeinderäte zu diesem Schluss kommen, beginnt ein Folgekosten trächtiger Verteilungskampf. Mehr Kinder werden dadurch nicht geboren. Und mehr Schulen und Kindergärten werden auch nicht erhalten.

Es führt somit kein Weg daran vorbei,

  • sich auf kommunaler und regionaler Ebene mit der demografischen Entwicklung auseinanderzusetzen,
  • eine regional abgestimmte Strategie zur Sicherung der sozialen Infrastrukturversorgung zu entwickeln und
  • das noch verbleibende Nachfragevolumen nach Wohnungsneubau zu nutzen, diese Strategie durch eine entsprechend räumliche Ansiedlung der Nachfrage zusätzlich abzusichern.

Ist ein neues Baugebiet wirklich die Rettung?

Kaum ist die Schule bedroht, wird oft der Ruf laut, neue Baugebiete auszuweisen.

Womit dabei planen? Dem Kreisdurchschnitt?

Dabei stoßen Gemeinden und Regionen immer wieder auf ein statistisches Problem.

Bevölkerungsprognosen sind häufig nur auf der Ebene der Kreis zu bekommen. Innerhalb eines Kreises können Gemeinden aber sehr unterschiedliche Entwicklungen nehmen. Womit also rechnen für die eigene Planung? Dem Kreisdurchschnitt

Einzelne kreisangehörige Gemeinden sind häufig zu klein, um eine verlässliche Prognose der Bevölkerungsentwicklung für einen längeren Zeitraum zu berechnen. Zu stark sind die Abhängigkeiten z.B. von der Bevölkerungszu- und abwanderung (die wiederum auch von der Bautätigkeit abhängt).

Will man trotzdem zu genaueren Aussagen kommen, muss man somit die Entwicklung in den Nachbargemeinden (besser noch: im gesamten Kreisgebiet) im Auge behalten.

Wie entwickelt sich die Einwohnerzahl unserer Gemeinde?

Vor allem für die Planung der sozialen Infrastruktureinrichtungen ist die Entwicklung von Einwohnerzahl und Altersstruktur einer der wichtigsten Planungsparameter.

Unsere Hilfestellung

In den letzten Jahren haben wir eine Methodik entwickelt, die Aussagen zur Bevölkerungsentwicklung deutlich unterhalb des Kreisniveaus erlaubt. Sie tut dies, ohne die statistischen Schwierigkeiten kleiner Gebietseinheiten zu ignorieren.

Unsere kleinräumigen Bevölkerungsvorausschätzungen

  • nutzen statistisch belastbare Rahmenprognosen (z.B. des jeweiligen Statistischen Landesamtes) als eine zu jedem Zeitpunkt einzuhaltende Kontrollsumme,
  • modellieren die natürliche Bevölkerungsentwicklung jeder Gebietseinheit (z.B. Gemeinde oder Stadtteil) individuell,
  • erarbeiten die Wanderungsannahmen in einem strukturiert-diskursiven Verfahren gemeinsam mit unseren Auftraggebern und
  • achten dabei auf eine gesamtregionale Plausibilität der Annahmen.

Das Ergebnis ist ein kleinräumig differenzierter, auf regional abgestimmten Annahmen beruhender Erwartungswert der zukünftigen Entwicklung. Dieser erlaubt den Kommunen eine deutlich treffsichere Entwicklungs- und Infrastrukturplanung als das ansonsten oft notwendige Arbeiten mit dem Kreisdurchschnitt.

Auf Wunsch ist auch die Entwicklung mehrerer, alternativer Entwicklungsszenarien möglich.

Kleinräumige Bevölkerungsvorausschätzungen

Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam plausible Annahmen für die Bevölkerungsentwicklung in Ihrer Gemeinde oder Region.